Überkonfessionelle Gedenkminute für den Frieden am Freitag um 15 Uhr

Österreich, St. Pölten, 24.2.2022 (dsp/KP/mb) Spitzen der Kirchen und Religionen laden Menschen zu stillem Gebet ein, während österreichweit die Kirchenglocken läuten - ORF unterbricht für eine Minute sein Programm. Die Spitzen der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Österreich rufen am Freitag um 15 Uhr zu einer überkonfessionellen Gedenkminute für den Frieden auf. Begleitend zum stillen Gebet für die Menschen in der Ukraine werden im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, im Wiener Stephansdom erklingt dazu die Pummerin. Auch der ORF wird für die überkonfessionelle Gedenkminute sein Programm unterbrechen. An der Initiative beteiligen neben den christlichen Kirchen sowie der Israelitischen Religionsgesellschaft und der Islamischen Glaubensgemeinschaft auch alle anderen gesetzlich anerkannten Religionsgesellschaften.

 
 
Österreich hat ein bewährtes System der Beziehungen zwischen Staat und Religion, das eine grundsätzliche Trennung bei gleichzeitiger Kooperation vorsieht und in seiner Ausgestaltung in vielem international vorbildliche Qualitäten aufweist.
 
Vor diesem Hintergrund erscheint es als fragwürdig, warum staatliche Behörden nun einseitig eine Landkarte mit flächendeckenden Informationen und Bewertungen zu allen Institutionen einer einzelnen Religionsgemeinschaft erstellen. Diesen Schritt als „Service“ für die Muslime darzustellen, ist schwer nachvollziehbar, da die derart „servicierten“ Personen weder den Wunsch nach dieser staatlichen Dienstleistung geäußert haben noch irgendwie sonst einbezogen worden sind.