Mostviertler Christen und Muslime beteten gemeinsam um den Frieden

Alle teilnehmenden Gruppen freuten sich mit Vertreterinnen der Stadtgemeinde Amstetten über den gelungen Abend.

Hunderte Menschen nahmen beim ersten interreligiösen Friedensgebet in Amstetten teil und setzten damit ein beeindruckendes Zeichen für ein gutes Miteinander. Zu Beginn wurde am Hauptplatz eine Friedensfahne gehisst. Sie enthält das Wort Friede in allen Sprachen, die von Menschen in Amstetten gesprochen werden und wurde vom Amstettner Künstler Heiner Brachner gestaltet.
 
Die Fahne werde auch in nächster Zeit auf das gemeinsame Anliegen des Friedens hinweisen, sagte Bürgermeisterin Ursula Puchebner in ihrer Ansprache. Anschließend zogen alle Teilnehmer/innen gemeinsam in den Klosterhof der Schulschwestern, wo der Gebetsteil stattfand.

Oberin Sr. Franziska Bruckner führte durch das Gebet und gab als Symbol der Verbindung zwischen den teilnehmenden Glaubensgemeinschaften einen Olivenzweig an die jeweils betende Gruppe weiter. Den Beginn des Gebetes  machte die Islamische Glaubensgemeinschaft mit orientalischer Musik und einem Gebetsruf. Im Anschluss folgte das Christliche Zentrum, das mit seiner Musikgruppe auch schon die Eröffnung am Hauptplatz umrahmte. Der evangelische Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt sprach sein Gebet und trug selber ein Friedenslied vor. Das Gebet des Iman des Bosnisch-Islamischen Vereins wurde mit einem Lied von zwei Mädchen in traditioneller Tracht abgerundet. Pfarrer Peter Bösendorfer und Pfarrer Hans Schwarzl griffen Friedensgedanken aus der Kirche Lateinamerikas auf, ehe eine Musikgruppe der BAKIP Amstetten die einzelnen Gebetsteile beendete.

„Alle Beiträge waren von großer gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Der Klosterhof bildetet einen idealen Rahmen für das Gebet“, so Christian Köstler von „Willkommen Mensch“. Am Schluss wurde gemeinsam das Friedensgebet der Vereinten Nationen gebet. Ein vielfältiges Buffet, zu dem alle teilnehmenden Gruppen beitrugen, lud noch zum Verweilen im Klosterhof ein. Dabei gab es ausführlich Gelegenheit, quer durch Nationen und Religionen miteinander ins Gespräch zu kommen.

„Es war ein beeindruckender Abend an dem es gelungen ist, Brücken zu bauen und ein Zeichen für ein friedliches Miteinander in Amstetten zu setzten", so Köstler.