Beim „Tag des Judentums“ der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Hippolyt erinnerte Mitorganisator Diakon Thomas Naske von der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Krems, dass alle Kirchen ihre Verwurzelung und ihr Fundament im Judentum hätten. Der „Tag des Judentums“ sei gut geeignet zur Selbstbesinnung der Christen, hieß es.
Der evangelische Bischof Michael Bünker appellierte in seinem Referat an die zahlreichen Teilnehmer/innen: „Besuchen wir Synagogen und laden wir jüdische Nachbarn zum Essen ein.“ Er zeigte auf, wie negativ eingestellt der berühmte Reformator Martin Luther gegenüber Juden gewesen sei. Gleichzeitig sei man in der evangelischen Kirche heute so weit, dass man auf die Mission von Juden verzichte und dass man das Nein der Juden zu Jesus Christus ruhig aushalten könne.

 
Ein Buch der Freundschaft von christlichen und muslimischen Kindern

Das Buch "Erzähl mir von dir!" lädt christliche und muslimische Kinder auf eine Entdeckungsreise ein! Auf das Abenteuer einer Freundschaft mit Kindern, die einander in vielem ähnlich sind und die sich vor allem darin unterscheiden, woran sie glauben. Auf interessante Weise werde die Glaubensgrundlagen der beiden Religionen Christentum und Islam erklärt und gegenüber gestellt. Zu wünschen wäre es, wenn Kinder über "Gott und die Welt" ins Reden kommen, sich auf ein freundschaftliches Miteinander einlassen können und auch einstimmen können in das Lied: "Gemeinsam sind wir hier, bekennen uns zu dir, unser Gott, barmherziger Gott!"

 

Um die niederösterreichischen Katholiken über den Hinduismus zu informieren, präsentierte Hindu-Priester Bimal Kundu einen Materialkoffer im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt. „Hinduismus und christliche Religionen haben viele Gemeinsamkeiten“, so seine Gattin, Chrstina Kundu, Generalsekretärin der Hinduistischen Religionsgemeinschaft Österreichs. Damit solle thematisiert werden, was den Glauben der Hindus ausmache. „Aus Angreifen folgt oft Begreifen“, so Bimal Kundu.